Termin vereinbaren ← Zurück zum Blog
Therapie-Dauer

Wie lange dauert Psychotherapie? Was Patientinnen wissen sollten

Eine der häufigsten Fragen vor Therapiebeginn lautet: Wie lange wird das dauern? Die ehrliche Antwort: Das lässt sich nicht pauschal sagen. Die Dauer einer Psychotherapie hängt vom Anliegen, der Persönlichkeit und dem Therapieverlauf ab. Dieser Artikel gibt einen Überblick – ohne falsche Versprechen.

Kurzzeittherapie oder Langzeittherapie?

In der Verhaltenstherapie wird zwischen zwei Therapieformen unterschieden:

Kurzzeittherapie eignet sich für klar umgrenzte Anliegen – zum Beispiel eine akute Belastungsreaktion, eine Prüfungsangst oder eine spezifische Phobie. Die Arbeit ist fokussiert und zielorientiert.

Langzeittherapie kommt zum Einsatz, wenn das Anliegen komplexer ist, länger besteht oder mehrere Lebensbereiche betrifft – etwa bei einer schweren Depression, einer Angststörung mit langer Vorgeschichte oder Traumafolgestörungen. Hier braucht Veränderung mehr Zeit und Raum.

Welche Form sinnvoll ist, wird gemeinsam in den ersten Sitzungen besprochen. Therapie ist kein starres Programm – sie passt sich dem tatsächlichen Verlauf an.

Was beeinflusst die Therapiedauer?

Mehrere Faktoren spielen eine Rolle:

  • Art und Schwere des Anliegens – akute Krisen lassen sich oft schneller bearbeiten als langjährige Muster
  • Wie lange das Problem bereits besteht – je länger, desto mehr Zeit braucht nachhaltige Veränderung
  • Eigene Mitarbeit zwischen den Sitzungen – Verhaltenstherapie lebt vom Üben im Alltag
  • Äußere Umstände – stabile Lebenssituation oder anhaltende Belastungen

Was gilt für Privatpatienten und Selbstzahler?

In unserer Privatpraxis in Berlin Mitte behandeln wir Privatpatienten und Selbstzahler. Eine Sitzung kostet 153 Euro (Stand 2026).

Private Krankenversicherung (PKV): Die meisten PKV-Verträge übernehmen Psychotherapie – jedoch in unterschiedlichem Umfang. Viele Verträge haben Sitzungskontingente, die je nach Gesellschaft und Tarif variieren. Prüfen Sie Ihren Vertrag sorgfältig oder fragen Sie Ihre Versicherung vor Therapiebeginn.

Selbstzahler: Wer die Therapie selbst finanziert, ist an keine Kontingente gebunden. Die Dauer richtet sich allein nach dem therapeutischen Bedarf und der gemeinsamen Einschätzung.

Wie oft findet eine Sitzung statt?

In der Regel einmal wöchentlich. In intensiven Phasen oder zu Beginn kann auch eine höhere Frequenz sinnvoll sein, im Verlauf manchmal eine geringere. Das besprechen wir individuell.

Wann ist eine Therapie abgeschlossen?

Eine Therapie endet nicht abrupt – sie wird gemeinsam geplant und ausgeschlichen. Ziel ist nicht, dass Sie die Therapeutin brauchen, sondern dass Sie ohne sie gut zurechtkommen. Verhaltenstherapie versteht sich als „Hilfe zur Selbsthilfe".

Mehr zum Ablauf in unserer Praxis finden Sie auf der Seite Ablauf & Kosten. Informationen zu einzelnen Therapiethemen wie Depression oder Angststörungen finden Sie auf den jeweiligen Seiten.

Häufige Fragen zur Therapiedauer

Wie lange dauert eine Psychotherapie?

Das hängt vom individuellen Anliegen ab. Eine Kurzzeittherapie umfasst bis zu 24 Sitzungen, eine Langzeittherapie kann deutlich mehr umfassen. Die genaue Dauer wird gemeinsam im Verlauf der Therapie festgelegt.

Was ist der Unterschied zwischen Kurzzeittherapie und Langzeittherapie?

Die Kurzzeittherapie eignet sich für klar umgrenzte Anliegen, die Langzeittherapie für komplexere oder länger bestehende Probleme. Beide Formen sind wissenschaftlich anerkannt und wirksam.

Übernimmt die private Krankenversicherung die Kosten?

Private Krankenversicherungen übernehmen Psychotherapie in der Regel – jedoch je nach Vertrag in unterschiedlichem Umfang. Manche PKV-Verträge haben Sitzungskontingente. Prüfen Sie Ihren Vertrag oder fragen Sie Ihre Versicherung vor Therapiebeginn.

Können Selbstzahler unbegrenzt Therapiesitzungen in Anspruch nehmen?

Ja. Wer die Therapie selbst bezahlt, ist an keine Sitzungskontingente gebunden. Die Dauer richtet sich allein nach dem therapeutischen Bedarf.