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Burnout und Stress – Therapie in Berlin Mitte

Symbolbild für Stress und Burnout

Burnout – auch als Erschöpfungssyndrom oder Burnout-Syndrom bezeichnet – ist keine Modediagnose, sondern ein schleichender Erschöpfungszustand, der Körper und Psyche gleichermaßen betrifft – und mit der richtigen Unterstützung gut behandelbar ist.

Burnout verstehen

Es passiert nicht über Nacht

Niemand wacht eines Morgens auf und ist plötzlich im Burnout. Es beginnt viel leiser: Sie schlafen acht Stunden und wachen trotzdem müde auf. Die E-Mails, die früher fünf Minuten gedauert haben, ziehen sich plötzlich über eine Stunde. Sie werden ungeduldiger mit Menschen, die Sie eigentlich mögen. Verabredungen, auf die Sie sich früher gefreut haben, fühlen sich plötzlich wie eine weitere Aufgabe an. Und irgendwann merken Sie: Das Wochenende reicht schon lange nicht mehr, um sich zu erholen.

Genau das macht Burnout so tückisch. Es gibt keinen einzelnen Moment, an dem man sagen könnte: Jetzt ist es passiert. Es ist ein Prozess – und weil er schleichend verläuft, wird er meist erst ernst genommen, wenn er sich längst im Alltag festgesetzt hat.

Ein Beispiel aus der Praxis

Sabine ist 41, arbeitet seit zwölf Jahren als Teamleiterin in einem mittelständischen Unternehmen in Berlin und galt immer als die Zuverlässige – die, die man alles fragen konnte. Bis sie an einem gewöhnlichen Dienstagmorgen im Auto saß, den Zündschlüssel in der Hand, und einfach nicht mehr aussteigen konnte.

„Ich hatte keine Ahnung, wie ich da hingekommen war. Ich habe einfach nur dagesessen und geheult, ohne zu wissen warum. Rückblickend hatte ich mich seit Monaten nur noch durchgeschleppt – ich dachte, das sei normal, weil ja alle gestresst sind."

Was Sabine erlebt hat, war kein plötzlicher Zusammenbruch, sondern das Ergebnis vieler kleiner Warnsignale, die sie monatelang überhört hatte. In unserer Praxis für Psychotherapie in Berlin Mitte hören wir Geschichten wie diese regelmäßig – und wissen: Je früher man hinschaut, desto leichter lässt sich gegensteuern.

(Name geändert, Beispiel fiktiv)

Woran Sie ein Burnout erkennen

Die Anzeichen sind oft unspektakulär – und werden gerade deshalb so lange ignoriert:

  • Eine Erschöpfung, die auch am freien Tag nicht weniger wird
  • Innere Distanz zur Arbeit – Dinge, die früher Sinn gemacht haben, fühlen sich leer an
  • Gereiztheit gegenüber Menschen, die eigentlich nichts dafürkönnen
  • Konzentrationsprobleme, die banale Aufgaben plötzlich mühsam machen
  • Das Gefühl, nie mehr genug zu leisten, egal wie viel man tut
Sie fragen sich, ob es bei Ihnen schon so weit ist?

Unser Online-Selbsttest gibt Ihnen einen ersten, unverbindlichen Anhaltspunkt.

Häufig kommen körperliche Beschwerden dazu, die zunächst niemand mit Stress in Verbindung bringt: Kopf- oder Rückenschmerzen ohne erkennbare Ursache, ein geschwächtes Immunsystem, Magen-Darm-Probleme oder ein Herzstolpern, für das der Kardiologe keine Erklärung findet. Wer das erlebt, beginnt oft eine lange Odyssee durch Arztpraxen – bevor überhaupt jemand das Wort Burnout in den Raum stellt.

Viele dieser Anzeichen überschneiden sich mit einer Depression – die Grenze ist oft fließend. Wie Sie beides unterscheiden können, lesen Sie in unserem Beitrag Depression oder Burnout? Wie Sie den Unterschied erkennen.

Wer besonders gefährdet ist

Burnout kennt keine Berufsgruppe, die verschont bleibt – aber manche Konstellationen begünstigen es besonders: viel Verantwortung bei wenig Gestaltungsspielraum, ständige Erreichbarkeit, der Anspruch, es allen recht machen zu wollen. Das betrifft Pflegekräfte genauso wie Führungskräfte, Selbstständige wie Studierende. Was die meisten Betroffenen eint, ist weniger der Beruf als eine bestimmte Haltung sich selbst gegenüber: die eigenen Grenzen so lange zu ignorieren, bis der Körper sie erzwingt.

Drei Gesichter des Burnouts

In der Forschung wird häufig zwischen unterschiedlichen Verlaufsformen unterschieden – nicht als starre Schubladen, sondern als hilfreiche Orientierung, um die eigene Situation besser einzuordnen.

Der Rastlose (Überlastungs-Burnout)

Gibt immer mehr, bis nichts mehr geht. Typisch für Menschen, die sich über Leistung definieren und Pausen als Schwäche empfinden.

Der Unterforderte („Boreout")

Erschöpfung nicht durch zu viel, sondern durch fehlenden Sinn und Monotonie. Die Energie versickert im Nichtstun, nicht im Zuviel.

Der Resignierte (Vernachlässigungs-Burnout)

Hat aufgehört zu kämpfen. Auf anhaltende Überforderung folgt ein Rückzug – von der Arbeit, aber oft auch von sich selbst.

Verwandte Themen

Wie Verhaltenstherapie bei Burnout hilft

Burnout-Therapie ist selten ein einzelner Schritt, sondern eher ein Wiederfinden – der eigenen Grenzen, der eigenen Bedürfnisse, eines Alltags, der sich nicht mehr nur wie Pflichterfüllung anfühlt.

  1. Verstehen, wie es so weit kommen konnte: Gemeinsam schauen wir, welche Muster und Umstände zur Erschöpfung geführt haben – ohne Schuldzuweisung, aber mit Klarheit.
  2. Grenzen wieder spürbar machen: Viele haben verlernt, Nein zu sagen, bevor der Körper es für sie tut. Das lässt sich üben.
  3. Gedanken auf dem Prüfstand: Antreiber wie „Ich darf nicht schwach sein" oder „Ich muss das allein schaffen" werden sichtbar gemacht – und infrage gestellt.
  4. Entspannung als Fähigkeit, nicht als Belohnung: Erholung muss oft neu gelernt werden, wenn der Körper es verlernt hat, herunterzufahren.
  5. Rückkehr in den Alltag: Wo nötig, begleiten wir auch die schrittweise Rückkehr in den Beruf – in einem Tempo, das nicht wieder in die alte Falle führt.
  6. Rückfallprophylaxe: Damit die alten Muster nicht nach ein paar guten Monaten wieder übernehmen.

Burnout-Hilfe in unserer Privatpraxis am Gendarmenmarkt

Sie müssen nicht warten, bis gar nichts mehr geht. Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wo Sie gerade stehen – ohne Bewertung, ohne Druck, einen bestimmten Weg einzuschlagen.

Burnout-Therapie in Berlin Mitte – Termin (auch als Online-Videotherapie) vereinbaren: (030) 97 98 27 85 oder Online-Terminvereinbarung

Häufige Fragen zu Burnout & Psychotherapie Berlin Mitte

Was ist ein Burnout?

Burnout ist ein Zustand tiefer emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung, der durch anhaltende Überlastung entsteht – meist begleitet von innerer Distanz zur Arbeit und dem Gefühl, nicht mehr auszureichen.

Welche Symptome deuten auf ein Burnout hin?

Anhaltende Erschöpfung trotz Erholung, Gereiztheit, innere Leere, Konzentrationsprobleme sowie körperliche Beschwerden wie Kopf- oder Rückenschmerzen ohne erkennbare Ursache.

Ist Burnout eine anerkannte Diagnose?

Burnout gilt nicht als eigenständige psychiatrische Diagnose, wird aber als relevanter Faktor bei der Gesundheitsversorgung anerkannt und kann in eine behandlungsbedürftige Depression übergehen.

Wie wird Burnout behandelt?

Meist mit Verhaltenstherapie, in der Stressauslöser, Denkmuster und Grenzen bearbeitet werden – ergänzt durch Entspannungsverfahren und, wo sinnvoll, eine begleitete Rückkehr in den Arbeitsalltag.

Kann ich Burnout vorbeugen?

Regelmäßige Erholungsphasen, realistische Grenzen und ein tragfähiges soziales Umfeld senken das Risiko deutlich – vorausgesetzt, man nimmt frühe Warnsignale ernst.

Ist eine Behandlung auch online möglich?

Ja, auch als Online-Videotherapie – besonders praktisch, wenn der volle Terminkalender ohnehin schon Teil des Problems ist.