Ablauf & Kosten
Wie läuft die Therapie ab? Was ist bei der Abrechnung zu beachten?
„Niemand kann dir ein Gefühl der Minderwertigkeit geben, ohne deine Zustimmung."
— Eleanor Roosevelt
Kurz erklärt: Ein stabiler Selbstwert bedeutet, sich grundsätzlich „okay" zu fühlen – auch wenn etwas nicht perfekt läuft. Wenn der Selbstwert wackelt, entsteht schnell ein innerer Dauerstress: Man zweifelt, vergleicht sich, versucht Fehler um jeden Preis zu vermeiden oder fühlt sich trotz Erfolg „nicht gut genug". In unserer Psychotherapie-Praxis in Berlin Mitte lernen Sie, diese Muster zu verstehen, zu verändern und wieder mehr innere Sicherheit aufzubauen.
Selbstwert ist das grundlegende Gefühl, als Mensch wertvoll zu sein – unabhängig davon, was Sie leisten. Selbstvertrauen bezieht sich eher auf Fähigkeiten: „Ich traue mir zu, das zu schaffen."
Viele Menschen wirken nach außen kompetent und erfolgreich, haben aber innerlich das Gefühl, jederzeit „auffliegen" zu können. Dann ist das Selbstvertrauen vielleicht vorhanden – der Selbstwert aber fragil. In der Psychotherapie ist diese Unterscheidung ein wichtiger Ausgangspunkt.
Sarah ist 34, Teamleiterin in einem Berliner Technologieunternehmen. Ihre Kolleginnen und Kollegen schätzen sie, ihre Vorgesetzte lobt regelmäßig ihre Arbeit. Nach außen wirkt sie souverän und entscheidungsstark.
Innerlich sieht es anders aus.
„Bevor ich in ein Meeting gehe, überprüfe ich meine Unterlagen dreimal. Nicht weil ich unsicher bin, was die Fakten angeht – sondern weil ich Angst habe, dass jemand merkt, dass ich eigentlich nicht so gut bin, wie alle denken."
Sarah schläft schlecht vor wichtigen Präsentationen. Nach Meetings analysiert sie stundenlang, ob sie etwas Falsches gesagt hat. Wenn ihre Chefin sie lobt, denkt sie: „Die weiß es noch nicht." Wichtige Berichte schiebt sie vor sich her – nicht aus Faulheit, sondern weil sie Angst hat, dass das Ergebnis nicht gut genug sein könnte. Und wenn es dann fertig ist, überarbeitet sie es so lange, bis die Deadline längst überschritten ist.
Was Sarah erlebt, ist kein Einzelfall – und es hat mehrere Namen. (Name geändert, Beispiel fiktiv)
Ein niedriger Selbstwert zeigt sich oft nicht als „ich mag mich nicht", sondern viel subtiler – im Alltag, in Beziehungen oder im Beruf. Häufige Anzeichen sind:
Wenn sich solche Muster verfestigen, wird das Leben eng: Entscheidungen werden schwer, Chancen werden nicht genutzt, Beziehungen werden anstrengend – und Erfolge fühlen sich nicht wie Erfolge an.
Ein niedriger Selbstwert ist kein Charakterfehler. Oft entsteht er durch Erfahrungen, die das eigene Selbstbild geprägt haben – manchmal früh, manchmal später.
Wiederholte Kritik, Beschämung oder abwertende Kommentare in der Kindheit hinterlassen Spuren. Ebenso sehr hohe Erwartungen („Nur wenn du leistest, bist du gut") oder wenig emotionale Unterstützung. Diese frühen Botschaften werden irgendwann zur inneren Stimme – und die klingt oft wie die härteste Kritikerin, die man sich vorstellen kann.
Mobbing, Ausgrenzung, Zurückweisung oder toxische Beziehungsdynamiken können das Selbstbild nachhaltig erschüttern – auch dann, wenn man nach außen längst „darüber hinweg" ist.
Einschneidende Veränderungen wie Berufsstart, eine neue Führungsrolle, Elternschaft oder beruflicher Misserfolg können bestehende Selbstzweifel reaktivieren – selbst bei Menschen, die lange stabil gewirkt haben.
Manchmal gibt es keinen „einen Auslöser". Es ist ein Zusammenspiel aus Veranlagung, Erfahrungen und aktuellen Belastungen.
Gerade Menschen, die viel leisten, wirken häufig stabil – innerlich herrscht aber oft ein hoher Druck. Typisch ist ein Kreislauf:
Psychotherapie kann helfen, diesen Kreislauf zu unterbrechen und wieder ein inneres „Genug" zu entwickeln.
Ein fragiler Selbstwert bleibt selten abstrakt – er zeigt sich in ganz konkreten Mustern im Alltag. Vier davon begegnen uns in unserer Berliner Privatpraxis besonders häufig.
Perfektionismus ist oft kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Schutzstrategie: Wenn ich alles perfekt mache, kann niemand etwas an mir aussetzen. Der Haken ist, dass die Messlatte immer weiter steigt – und das Gefühl, wirklich „fertig" zu sein, kaum eintritt. Erschöpfung und das Gefühl des Versagens trotz großer Anstrengung sind typische Folgen.
Versagensangst entsteht, wenn das Ergebnis einer Aufgabe nicht nur als Leistung, sondern als Urteil über die eigene Person erlebt wird. „Wenn ich das nicht schaffe, bin ich nicht gut genug." Diese Verknüpfung macht selbst alltägliche Herausforderungen zu Bedrohungen – und kostet enorm viel Energie.
Viele Menschen, die unter Prokrastination leiden, werden als „faul" bezeichnet – zu Unrecht. Hinter dem Aufschieben steckt häufig Angst: Angst vor Bewertung, vor dem eigenen Anspruch, vor dem Moment, in dem das Ergebnis sichtbar wird. Solange die Aufgabe nicht begonnen ist, kann sie auch nicht scheitern. Sarah kennt dieses Muster gut.
Man fürchtet, dass andere irgendwann „merken", dass man eigentlich nicht so gut ist, wie alle denken. Erfolge werden auf Glück oder Zufall zurückgeführt – nie auf die eigene Leistung. Das Impostor-Syndrom tritt besonders häufig bei leistungsstarken Menschen in verantwortungsvollen Positionen auf.
→ Mehr zum Thema: Impostor-Syndrom – Psychotherapie in Berlin Mitte
In der Psychotherapie geht es nicht um „positives Denken", sondern um nachhaltige Veränderung. Sie lernen, die Mechanismen zu verstehen, die Ihren Selbstwert schwächen – und Schritt für Schritt neue Erfahrungen zu ermöglichen.
Viele Menschen tragen Glaubenssätze mit sich, die sie sich selbst kaum bewusst machen: „Ich bin nicht gut genug", „Ich darf keinen Fehler machen", „Ich muss leisten, um wertvoll zu sein." In der Therapie werden diese Überzeugungen sichtbar gemacht, hinterfragt und schrittweise verändert.
Die innere Kritikerin ist oft lauter als jeder äußere Kommentar. Ziel ist nicht, sie zum Schweigen zu bringen – sondern einen anderen Umgang mit ihr zu finden: weniger Härte, mehr Klarheit, mehr Selbstmitgefühl.
Grenzen setzen, weniger People-Pleasing, mutiger entscheiden, Anerkennung annehmen – das klingt einfach, fühlt sich für viele Betroffene aber zunächst bedrohlich an. In der Therapie wird Schritt für Schritt geübt, was sich langfristig verändern soll.
Ein zentrales Ziel ist, dass unangenehme Gefühle nicht länger als Gefahr erlebt werden. Sie lernen: Auch wenn Sie sich unwohl fühlen, können Sie handeln – und die befürchtete Katastrophe bleibt aus.
Alte Muster melden sich oft in stressigen Phasen zurück. Deshalb erarbeiten wir gemeinsam Strategien, die helfen, auch in schwierigen Momenten handlungsfähig zu bleiben.
In unserer Privatpraxis am Gendarmenmarkt in Berlin Mitte bieten wir einen geschützten Rahmen, um Selbstwertthemen strukturiert und in Ruhe zu bearbeiten. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam:
Gerade beim Thema Selbstwert ist die Gruppentherapie ein besonders wirksames Format – und das ist wissenschaftlich gut belegt. Im geschützten Rahmen einer Gruppe erleben Betroffene, dass sie mit ihren Zweifeln nicht allein sind. Sie erhalten ehrliches Feedback, üben neue Verhaltensweisen direkt im sozialen Kontakt und machen die Erfahrung: Ich bin auch dann willkommen, wenn ich nicht perfekt bin. Diese korrigierenden Beziehungserfahrungen sind oft wirkungsvoller als jede kognitive Einsicht allein.
Wir bieten eine spezialisierte Gruppentherapie zum Thema Selbstwert in Berlin Mitte an – für alle, die den Weg gemeinsam mit anderen gehen möchten.
Ja. Selbstwert ist keine feste Persönlichkeitseigenschaft, sondern ein erlerntes Muster – und Erlerntes kann verändert werden. Verhaltenstherapeutische Methoden sind hier besonders gut erforscht und wirksam.
Das hängt von der Ausprägung und den begleitenden Themen ab. Oft sind erste Veränderungen bereits nach wenigen Sitzungen spürbar. Eine tiefergehende Arbeit, die auch frühe Muster einbezieht, braucht erfahrungsgemäß mehr Zeit – das besprechen wir im Erstgespräch.
Beides ist möglich. Manchmal steht der Selbstwert im Mittelpunkt, manchmal ist er der Hintergrund hinter Themen wie Angst, Erschöpfung oder Perfektionismus. In jedem Fall lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Unsere Praxis ist eine Privatpraxis. Die Kosten werden über private Krankenversicherung oder als Selbstzahler abgerechnet. Details besprechen wir gern im Erstgespräch.
Nein. Viele Menschen kommen, weil sie spüren, dass etwas nicht stimmt – auch wenn sie nach außen gut funktionieren. Gerade dann ist ein früher Einstieg sinnvoll, bevor sich Muster weiter verfestigen.
Selbstwert stärken in Berlin Mitte – Termin (Behandlung auch als Online-Videotherapie) bei den Psychotherapeutinnen vereinbaren: (030) 979 827 85 oder Online-Terminvereinbarung
Wie läuft die Therapie ab? Was ist bei der Abrechnung zu beachten?
Freie Therapieplätze
Für Privatpatienten und Selbstzahler
Berlin Mitte, U-Bahn Stadtmitte, nahe des Gendarmenmarktes