Ablauf & Kosten
Wie läuft die Therapie ab? Was ist bei der Abrechnung zu beachten?
„Angst lässt uns nicht im Jetzt, sondern im Vielleicht leben. Letzten Endes lässt sie uns gar nicht leben." — Christoph Marzi
Kurz erklärt: Panikattacken sind intensive Angstepisoden, die plötzlich auftreten und sich körperlich wie ein Notfall anfühlen – Herzrasen, Atemnot, Schwindel, das Gefühl zu sterben oder den Verstand zu verlieren. In unserer Privatpraxis für Psychotherapie in Berlin Mitte, direkt am Gendarmenmarkt, behandeln wir ausschließlich Erwachsene – mit kognitiver Verhaltenstherapie und Schematherapie.
Eine Panikattacke ist keine Einbildung und kein Zeichen von Schwäche. Sie ist eine extreme Aktivierung des körpereigenen Alarmsystems – der sogenannten Kampf-oder-Flucht-Reaktion. Das Gehirn meldet Gefahr, obwohl objektiv keine besteht. Der Körper reagiert wie auf eine echte Bedrohung: Herzrasen, flache Atmung, Schwindel, Taubheitsgefühle, Schweißausbrüche, Übelkeit.
Das Paradoxe: Genau diese Körpersymptome werden von Betroffenen als Zeichen einer körperlichen Katastrophe gedeutet – Herzinfarkt, Schlaganfall, Ohnmacht. Diese Fehlinterpretation verstärkt die Angst weiter, was die Symptome intensiviert. Ein Teufelskreis entsteht.
Marc ist 34, arbeitet in einer Unternehmensberatung in Berlin Mitte und war bislang jemand, den nichts so leicht aus der Ruhe brachte. Bis er eines Abends in der U-Bahn plötzlich das Gefühl hatte, sterben zu müssen.
„Mein Herz raste, ich konnte kaum atmen, alles drehte sich. Ich war sicher, dass das mein letzter Moment ist. Als es vorbei war, bin ich trotzdem zum Arzt – der fand nichts. Seitdem fahre ich keine U-Bahn mehr."
Was Marc erlebt hat, war eine klassische Panikattacke. Die medizinischen Befunde waren unauffällig – aber die Angst vor der nächsten Attacke hat sein Leben seither eingeschränkt. In unserer Praxis für Psychotherapie in Berlin Mitte begegnen uns solche Geschichten regelmäßig – und wir wissen: Panikstörungen lassen sich sehr gut behandeln.
(Name geändert, Beispiel fiktiv)
Panikattacken treten meist plötzlich und ohne erkennbaren Auslöser auf – oft in alltäglichen Situationen wie im Supermarkt, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder sogar im Schlaf. Typische Symptome sind:
Eine Panikattacke dauert meist zwischen fünf und zwanzig Minuten und klingt dann von selbst ab. Das ändert nichts daran, wie real und bedrohlich sie sich anfühlt.
Panikstörungen gelten oft als „Frauenproblem" – die Zahlen zeichnen ein differenzierteres Bild. In Berlin liegt die Prävalenz von Angststörungen bei Männern mit 7,0 % über dem Bundesdurchschnitt von 5,6 %. Hinzu kommt: Männer suchen deutlich seltener professionelle Hilfe und deuten Symptome häufiger als körperliche Erkrankung (Herzprobleme, Kreislaufstörung) – was die Diagnose verzögert. In unserer Praxis in Berlin Mitte behandeln wir selbstverständlich erwachsene Männer und Frauen gleichermaßen – in einem urteilsfreien, vertraulichen Rahmen.
Eine einzelne Panikattacke ist noch keine Panikstörung. Erst wenn Betroffene beginnen, die Angst vor der nächsten Attacke zu entwickeln – und ihr Verhalten entsprechend anzupassen –, spricht man von einer Panikstörung.
Typische Muster, die auf eine Panikstörung hinweisen:
Manche Panikstörungen entwickeln sich zu einer Agoraphobie – der Angst vor Situationen, aus denen man nicht entkommen könnte. Das ist eine der häufigsten Folgen unbehandelter Panikstörungen.
Wiederkehrende Panikattacken ohne spezifische Situationen, die gemieden werden. Betroffene leben in der ständigen Angst vor der nächsten Attacke – aber ihr Aktionsradius ist noch nicht eingeschränkt.
Panikattacken treten in spezifischen Situationen auf – öffentliche Verkehrsmittel, Menschenmengen, weite Plätze –, die dann zunehmend gemieden werden. Der Aktionsradius wird immer kleiner. Diese Kombination ist die häufigste Form der Panikstörung in der Behandlung.
Panikattacken können auch aus dem Schlaf heraus auftreten – besonders verwirrend, weil kein erkennbarer Auslöser vorhanden ist. Betroffene entwickeln oft Schlafangst als Folge.
Panikattacken entstehen selten aus einem einzigen Grund. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen:
Panikstörungen treten selten allein auf. Fast immer sind andere psychische Themen im Spiel, die wir in unserer Psychotherapie-Praxis in Berlin Mitte mitbehandeln.
Panikstörung und Depression: Wer sich dauerhaft einschränkt und zurückzieht, entwickelt häufig depressive Symptome. Umgekehrt kann eine Depression die Anfälligkeit für Panikattacken erhöhen – ein sich selbst verstärkender Kreislauf.
Panikstörung und Generalisierte Angststörung: Viele Betroffene leiden neben Panikattacken unter dauerhaften Sorgen und Anspannung. Die Generalisierte Angststörung und Panikstörung treten häufig gemeinsam auf.
Panikstörung und Burnout: Panikattacken entwickeln sich oft als Warnsignal eines erschöpften Nervensystems. Burnout und chronischer Stress sind häufige Auslöser oder Begleiterkrankungen.
Panikstörung und Zwangsstörungen: Sicherheitsverhalten – immer die Notausgänge kennen, immer Medikamente dabei haben – kann in Zwangsrituale übergehen. Zwangsstörungen und Panikstörung teilen ähnliche Mechanismen.
Die Panikstörung gehört zu den am besten behandelbaren psychischen Erkrankungen. In unserer Psychotherapie-Praxis am Gendarmenmarkt arbeiten wir mit kognitiver Verhaltenstherapie (KVT, Schematherapie, achtsamkeitsbasierten Verfahren und emotionsfokussierten Methoden – je nachdem, was für Sie am hilfreichsten ist.
Den Teufelskreis verstehen: Im ersten Schritt geht es darum, den Mechanismus der Panikattacke zu verstehen – wie körperliche Empfindungen, Gedanken und Verhalten sich gegenseitig aufschaukeln. Dieses Verstehen allein kann bereits entlastend wirken.
Körpersymptome neu bewerten: In der kognitiven Verhaltenstherapie lernen Betroffene, körperliche Empfindungen wie Herzrasen oder Schwindel nicht mehr als Katastrophe zu interpretieren. Das Herzrasen bedeutet: Das Nervensystem ist aktiv – nicht: Ich sterbe.
Exposition – schrittweise Angst angehen: Ein zentraler Baustein der Behandlung ist die Konfrontation mit gefürchteten Situationen – zunächst in der Vorstellung, dann schrittweise im Alltag. Das klingt zunächst beängstigend, ist aber der wirksamste Weg aus der Vermeidungsspirale.
Sicherheitsverhalten abbauen: Was kurzfristig beruhigt – Wasser dabei haben, immer am Ausgang sitzen, nie alleine fahren –, hält die Angst langfristig aufrecht. In der Therapie wird das Sicherheitsverhalten schrittweise reduziert.
Achtsamkeit – Symptome wahrnehmen ohne zu bewerten: Achtsamkeitsbasierte Verfahren helfen, körperliche Empfindungen bewusst wahrzunehmen – ohne sofort in den Alarmzustand zu schalten. Das Herzrasen kommt, wird beobachtet und geht wieder. Dieser Unterschied kann die Panikdynamik grundlegend verändern.
Emotionsfokussierte Arbeit: Panikattacken entstehen häufig dort, wo schwierige Gefühle keinen anderen Ausdruck finden. In der emotionsfokussierten Therapie lernen Betroffene, mit belastenden Emotionen in Kontakt zu gehen – anstatt sie zu unterdrücken oder zu vermeiden.
EMDR bei traumabedingten Panikattacken: Wenn Panikattacken auf belastende oder traumatische Erlebnisse zurückgehen, kann EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ein wirkungsvoller Baustein der Behandlung sein. Ute Berger ist speziell in diesem Verfahren ausgebildet. Mehr dazu unter EMDR in Berlin Mitte.
Selbstmitgefühl statt Selbstkritik: Viele Betroffene schämen sich für ihre Panikattacken und machen sich Vorwürfe. Ein mitfühlenderer Umgang mit sich selbst ist oft der erste echte Wendepunkt in der Therapie.
Wer in Berlin Hilfe bei Panikattacken sucht, findet in unserer Privatpraxis am Gendarmenmarkt einen sicheren, urteilsfreien Raum. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam:
Bei einer Panikattacke schaltet das Gehirn in einen Alarmzustand: Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Taubheitsgefühle und Schweißausbrüche entstehen durch eine intensive Aktivierung des Nervensystems. Obwohl sich die Symptome bedrohlich anfühlen, sind Panikattacken körperlich nicht gefährlich.
Von einer Panikstörung spricht man, wenn wiederkehrende Panikattacken auftreten und die Angst vor der nächsten Attacke den Alltag zu bestimmen beginnt. Betroffene meiden zunehmend Situationen, in denen Attacken aufgetreten sind – das ist das entscheidende Merkmal.
Ja. Die Panikstörung gehört zu den am besten behandelbaren psychischen Erkrankungen. Mit kognitiver Verhaltenstherapie sprechen die meisten Betroffenen gut auf die Behandlung an – oft sind deutliche Verbesserungen schon nach wenigen Wochen spürbar.
Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist die wirksamste Behandlung bei Panikstörung. Sie kombiniert das Verstehen der Angstmechanismen mit gezielten Übungen zur Exposition – also dem schrittweisen Aufsuchen von Situationen, die bisher gemieden wurden.
Die Symptome ähneln sich stark – Herzrasen, Brustschmerzen, Atemnot – weshalb Betroffene beim ersten Mal oft einen Herzinfarkt befürchten. Der entscheidende Unterschied: Eine Panikattacke erreicht ihren Höhepunkt innerhalb weniger Minuten und klingt dann ab. Beim Herzinfarkt nehmen die Schmerzen hingegen kontinuierlich zu und strahlen oft in Arm, Kiefer oder Rücken aus. Bei einem ersten Ereignis ist ein Arztbesuch zur Abklärung immer sinnvoll – doch wenn die Befunde unauffällig sind und die Episoden wiederkehren, ist eine Panikstörung die wahrscheinlichste Ursache.
Ja. Wir bieten Therapie auch als Online-Videotherapie an – gleichwertig wirksam und besonders hilfreich für Menschen, die bestimmte Situationen wie öffentliche Verkehrsmittel oder das Verlassen der Wohnung aktuell meiden.
Panikattacken & Panikstörung behandeln in Berlin Mitte – Termin (Behandlung auch als Online-Videotherapie) bei den Psychotherapeutinnen vereinbaren: (030) 979 827 85 oder Online-Terminvereinbarung
Wie läuft die Therapie ab? Was ist bei der Abrechnung zu beachten?
Freie Therapieplätze
Für Privatpatienten und Selbstzahler
Berlin Mitte, U-Bahn Stadtmitte, nahe des Gendarmenmarktes