Ablauf & Kosten
Wie läuft die Therapie ab? Was ist bei der Abrechnung zu beachten?
„Ich sagte zu meinem Körper, sanft: Ich möchte dein Freund sein. Er holte tief Luft und antwortete: Ich habe mein ganzes Leben darauf gewartet." — Nayyirah Waheed
Kurz erklärt: Essstörungen – ob Magersucht, Bulimie oder Binge-Eating – sind ernsthafte psychische Erkrankungen, die weit mehr betreffen als das Essen selbst. Dahinter stecken oft Selbstwertprobleme, Kontrollbedürfnis oder der Umgang mit schwierigen Gefühlen. In unserer Privatpraxis für Psychotherapie in Berlin Mitte, direkt am Gendarmenmarkt, behandeln wir ausschließlich Erwachsene – einfühlsam, kompetent und mit kognitiver Verhaltenstherapie sowie Schematherapie.
Eine Essstörung ist keine Frage der Eitelkeit oder mangelnden Disziplin. Sie ist eine psychische Erkrankung mit echten Ursachen und echten Folgen – körperlich wie seelisch.
Der entscheidende Unterschied zu einer Diät oder bewusstem Essverhalten: Bei einer Essstörung bestimmt das Verhältnis zum Essen maßgeblich, wie man sich selbst erlebt. Gedanken um Kalorien, Gewicht und Figur nehmen einen Raum ein, der kaum noch Platz für anderes lässt.
Lea ist 24, arbeitet in einem Berliner Start-up und wirkt nach außen erfolgreich und organisiert. Nach Feierabend jedoch – wenn der Tag vorbei ist und die Kontrolle nachlässt – isst sie. Viel. Und danach kommt die Scham.
„Ich weiß selbst nicht, wie es passiert. Plötzlich habe ich alles gegessen, was im Kühlschrank war. Danach hasse ich mich. Und schwöre, dass es das letzte Mal war."
(Name geändert, Beispiel fiktiv)
Was Lea erlebt, hat nichts mit Willensschwäche zu tun. Die Essanfälle sind eine Reaktion auf inneren Druck, den sie tagsüber kaum wahrnimmt – aber der sich seinen Weg bahnt. In unserer Praxis für Psychotherapie in Berlin Mitte begegnen wir solchen Geschichten regelmäßig – und wissen, dass Veränderung möglich ist.
Essstörungen zeigen sich selten so deutlich wie im Lehrbuch. Wer in Berlin Hilfe bei einer Essstörung sucht, erkennt sich vielleicht in folgenden Anzeichen wieder. Dabei gilt: Laut BARMER erkranken schätzungsweise 61 von 1.000 Frauen und 18 von 1.000 Männern im Laufe ihres Lebens an einer Essstörung – die tatsächliche Zahl liegt aufgrund hoher Dunkelziffer noch höher.
Das Tückische: Je länger eine Essstörung besteht, desto mehr wird sie Teil der Identität – und desto schwerer fühlt sich der erste Schritt zur Veränderung an.
Essstörungen gelten noch immer fälschlicherweise als reine „Frauenkrankheit". Tatsächlich sind laut BARMER rund 18 von 1.000 Männern betroffen – bei der Binge-Eating-Störung liegt der männliche Anteil sogar bei 30 bis 40 Prozent. Hinzu kommt: Männer suchen deutlich seltener und später Hilfe, da die Erkrankung bei ihnen häufig nicht als solche erkannt wird – weder von Angehörigen noch von Ärzten. Das führt dazu, dass Essstörungen bei Männern oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert werden. In unserer Praxis in Berlin Mitte behandeln wir selbstverständlich erwachsene Männer und Frauen gleichermaßen – in einem urteilsfreien, vertraulichen Rahmen.
Betroffene schränken ihre Nahrungsaufnahme stark ein, haben eine intensive Angst vor Gewichtszunahme und nehmen ihren Körper verzerrt wahr – auch bei starkem Untergewicht. Anorexie hat unter allen psychischen Erkrankungen die höchste Sterblichkeitsrate und braucht frühzeitige, professionelle Behandlung. Wir bieten spezialisierte Verhaltenstherapie bei Anorexie in unserer Praxis in Berlin Mitte an – für erwachsene Patientinnen und Patienten.
Essanfälle wechseln sich mit Gegenmaßnahmen ab – selbst herbeigeführtes Erbrechen, Fasten oder exzessiver Sport. Scham und Geheimhaltung prägen den Alltag. Bulimie bleibt oft jahrelang unentdeckt, weil Betroffene nach außen hin unauffällig wirken. Die Verhaltenstherapie bei Bulimie zielt darauf ab, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Wiederkehrende Essanfälle ohne anschließende Gegenmaßnahmen, begleitet von tiefem Kontrollverlust und Scham. Die Binge-Eating-Störung ist die häufigste Essstörung und wird oft mit Depressionen oder Angststörungen verwechselt. Eine frühzeitige Psychotherapie in Berlin kann helfen, dieses Muster zu verstehen und zu verändern.
Auch Orthorexie (zwanghafter Fokus auf „gesundes" Essen), ARFID (starkes Vermeiden bestimmter Lebensmittel) oder nächtliche Essstörungen können das Leben erheblich einschränken und gehören in professionelle Hände.
Essstörungen entstehen selten aus einem einzigen Grund. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen:
Geringes Selbstwertgefühl: Wenn der eigene Wert am Körper festgemacht wird – an Gewicht, Form, Kontrolle –, wird Essen zur Arena des Selbstwerts. Häufig hängt das eng mit einem geringen Selbstwert zusammen, den wir in der Therapie ebenfalls gezielt bearbeiten.
Emotionsregulation: Viele Betroffene haben nie gelernt, schwierige Gefühle anders zu bewältigen. Essen – ob Einschränken oder Anfälle – übernimmt diese Funktion: Es betäubt, beruhigt oder gibt das Gefühl von Kontrolle.
Perfektionismus und Kontrollbedürfnis: Besonders bei Anorexie ist das Bedürfnis, den Körper zu kontrollieren, oft Ausdruck eines tieferen Wunsches nach Sicherheit und Perfektion in einer überfordernden Welt.
Traumatische Erfahrungen: Missbrauch, Vernachlässigung oder andere belastende Erlebnisse können die Grundlage für eine Essstörung bilden – der Körper wird zum Ort, an dem sich Ohnmacht oder Scham festsetzt.
Essstörungen treten selten allein auf. Fast immer sind andere psychische Themen im Spiel, die wir in unserer Psychotherapie-Praxis in Berlin Mitte mitbehandeln.
Essstörung und Depression: Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und das Gefühl, wertlos zu sein, gehen häufig Hand in Hand mit Essstörungen. Manchmal ist die Depression Ursache, manchmal Folge – oft beides gleichzeitig.
Essstörung und Angststörungen: Viele Betroffene nutzen das Essverhalten als Vermeidungsstrategie gegenüber sozialen Situationen, Bewertung oder innerer Anspannung. Essstörungen und Angststörungen verstärken sich oft gegenseitig.
Essstörung und Trauma: Wenn belastende Erlebnisse nicht verarbeitet wurden, kann der Körper zum Austragungsort werden. Traumatherapie ist in diesen Fällen ein wichtiger Baustein der Behandlung in Berlin Mitte.
Essstörungen sind keine Charakterschwäche – und deshalb helfen Ratschläge wie „Iss einfach normal" oder „Reiß dich zusammen" nicht. In unserer Psychotherapie-Praxis am Gendarmenmarkt arbeiten wir mit kognitiver Verhaltenstherapie (KVT) und Schematherapie – je nachdem, was für Sie am hilfreichsten ist.
Die emotionalen Auslöser verstehen: Im ersten Schritt geht es darum zu verstehen, welche Gefühle das Essverhalten auslösen – und welche es verhindern soll. Scham, Angst, Taubheit: Diese Gefühle verdienen Aufmerksamkeit, keine Selbstkritik.
Denk- und Verhaltensmuster verändern: In der kognitiven Verhaltenstherapie werden automatische Gedanken sichtbar gemacht: „Ich darf das nicht essen", „Ich habe keine Kontrolle", „Wenn ich zunehme, bin ich weniger wert." Diese Muster lassen sich verändern – schrittweise, aber nachhaltig.
Einen neuen Umgang mit dem Körper finden: Essstörungen verzerren die Körperwahrnehmung. Ein zentrales Ziel der Therapie in Berlin Mitte ist, wieder eine neutrale, mitfühlende Beziehung zum eigenen Körper aufzubauen – jenseits von Kontrolle und Selbstbestrafung.
Selbstmitgefühl statt Selbstkritik: Scham und Selbstvorwürfe sind kein Weg aus der Essstörung heraus – sie halten sie aufrecht. Ein mitfühlenderer Umgang mit sich selbst ist oft der erste echte Wendepunkt in der Therapie.
Wer in Berlin Hilfe bei einer Essstörung sucht, findet in unserer Privatpraxis am Gendarmenmarkt einen sicheren, urteilsfreien Raum. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam:
Ja – mit professioneller Unterstützung erholen sich viele Betroffene vollständig. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser die Prognose. Aber auch bei langer Krankheitsdauer ist Veränderung möglich.
Sobald das Verhältnis zum Essen oder zum eigenen Körper Ihr Wohlbefinden dauerhaft beeinträchtigt. Sie müssen nicht erst einen „tiefen Punkt" erreichen, um Unterstützung zu verdienen – unsere Praxis in Berlin Mitte ist bereits beim ersten Verdacht der richtige Anlaufpunkt.
Wir arbeiten vor allem mit kognitiver Verhaltenstherapie (KVT), die bei Essstörungen am besten wissenschaftlich belegt ist. Ergänzend setzen wir Schematherapie ein – je nach individuellem Bedarf.
Unsere Privatpraxis richtet sich an Privatpatientinnen und Privatpatienten sowie Selbstzahler. Wir rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Gesetzlich Versicherte können als Selbstzahler kommen – sprechen Sie uns gerne an, wir beraten Sie zu den Möglichkeiten.
Ja. Wir bieten Therapie auch als Online-Videotherapie an – gleichwertig wirksam und besonders für Menschen hilfreich, die den ersten Schritt lieber aus dem sicheren Zuhause heraus machen möchten.
Essstörung Therapie Berlin Mitte – Termin (Behandlung auch als Online-Videotherapie) bei den Psychotherapeutinnen vereinbaren:
(030) 979 827 85 oder Online-Terminvereinbarung
Wie läuft die Therapie ab? Was ist bei der Abrechnung zu beachten?
Freie Therapieplätze
Für Privatpatienten und Selbstzahler
Berlin Mitte, U-Bahn Stadtmitte, nahe des Gendarmenmarktes